Pokalerringung (70k) Teil 2: Der Spiridon

Nach dem Sauwetter-Erlebnis beim ersten Teil der Pokalerringung geht die Klima-Achterbahn für Lars und Lisa weiter. Zum Spiridon-Silvesterlauf in Frankfurt sind verwirrende 12 Grad gemeldet. Wieder steht die Frage im Raum, was man da anziehen soll. Lars entscheidet sich für sein Odlo-Sportunterhemd und darauf das unstylische Aldi-Joggingoberteil, was sich als viel zu warm herausstellen wird.

Nachdem Lars und Lisa auf dem Parkplatz angekommen sind und eher zu den Letzten gehören, versuchen sie in der Anmeldehalle ihre Startnummern zu holen. Leider ist der Weg in die Halle von Schlangen vor den Toiletten und anderen Teilnehmern verstopft, so dass es erstmal ein paar Minuten dauert, bis die beiden die Startnummern bekommen. An der Info holt Lars sich noch einen Stempel vom Spiridon ab, da der Lauf ja 10 Kilometer zur Pokalerringung beiträgt. Die Dame an der Info hat mehrere Stempel zur Auswahl, Lars wählt den größten.

Schließlich geht’s an den Start, und Lars und Lisa reihen sich tendenziell hinten ein, um den psychologischen Effekt des Überholens zu haben. Dann geht’s los!

Die ersten paar Kilometer ist es noch ganz schön eng auf der Strecke, aber dann entspannt es sich langsam. Für Kilometer 7 schlägt Lisa (Achtung denglisch!) die go/no-go-Entscheidung für negative split bei der Pace vor. Klingt gut!

Im Folgenden überholen Lars und Lisa diverse Läufer, von denen ein paar besondere Erwähnung verdienen. Da ist zum einen ein junger Mann mit grünem Gesicht, dem offenbar massiv schlecht ist. Lisa bietet fair Hilfe an, aber der junge Mann lehnt ab. Tatsächlich wird er gegen Ende des Rennens Lars und Lisa wieder überholen!

Zum anderen ist da eine Gruppe mit einheitlichen T-Shirts („30 Jahre Stinkesohle“ oder so ähnlich, Lars erinnert sich nicht mehr genau), die es für eine gute Idee hält, auf der sowieso engen Laufstrecke zu viert stur nebeneinander zu laufen. Nach einigen Metern ist es Lars und Lisa zu bunt, und sie ziehen an den Stinkesohlen vorbei.

Besonders unangenehm fällt eine weitere Gruppe mit einheitlichen T-Shirts auf. Genauer gesagt eine Läuferin dieser Gruppe. Die etwas ältere Dame hat unverständlicherweise ganz auf Laufhosen verzichtet, und trägt lediglich ihr etwas zu langes T-Shirt als eine Art „Lauf-Kleid“. Leider werden ihre Beine nur ungenügend vom Laufkleid bedeckt, und Lars erfährt gezwungenermaßen, dass die Dame weiße Unterhosen trägt. Verwirrt ziehen Lars und Lisa das Tempo an und überholen die Dame zügigst.

Nach diesen Zwischenfällen kommen Lars und Lisa zu Kilometer 7, ein Blick auf die Uhr zeigt, dass die Ziel-Zeit 1:04 für die 10 Kilometer noch machbar ist. Beide entscheiden sich für „go“. Sie ziehen also das Tempo weiter an und an weiteren Teilnehmern vorbei, und nach dann doch recht anstrengenden weiteren 3 Kilometern kommen Lars und Lisa knapp unter ihrer Ziel-Zeit an! Geschafft! Im Ziel holt Lars erstmal ein paar alkoholfreie Biere und Tees, um sich zu erholen. Glücklicherweise ward die Dame im Lauf-Kleid nicht mehr gesehen. Möglicherweise hat auch die Sitten-Polizei eingegriffen….

Nach kurzer Ausruh-Phase gehen Lars und Lisa zurück zum Auto und wollen rasch heimfahren. Eine Erbsensuppe mit Wurst wie in Lorsbach wäre zwar erhältlich, aber die Schlange vor dem Stand ist einfach zu lang. Also ab nach Hause. Aber leider wollen das zu dem Zeitpunkt auch viele andere Teilnehmer, und weil der Parkplatz nur eine Ausfahrt hat, gestaltet sich das zu einem echten Geduldsspiel. Es dauer fast eine halbe Stunde, bis Lars und Lisa es geschafft haben und runter vom Parkplatz sind.

Damit haben sie schon 20 Kilometer auf der Winterlauf-Karte. Die Pokalerringung ist nach wie vor möglich! Der nächste Event ist die große Runde in Lorsbach. Mal sehen, ob auch nach der großen Runde, die ja dann doppelt so lange dauert wie „gewohnt“, für Lars und Lisa noch Erbsensuppe mit Wurst am Ziel ausgegeben wird…

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