Pokalerringung (70k) Teil 3: Neuplanung

Letzten Sonntag waren Lars und Lisa beim dritten Lauf der Winterlaufserie, mal wieder in Lorsbach. Da beide dieses Mal 20k laufen wollten und so rechtzeitig ins Ziel kommen wollten, dass es dort noch Erbsensuppe mit Wurst gibt (bei einem Lauf letztes Jahr, der  spät begonnen und noch später beendet wurde, war die Wurst aus), sind Lars und Lisa recht früh vor Ort. Lisa ist noch gar nicht richtig wach und ist genervt, dass sie schön so früh und bei grauem Herbstwetter rennen soll, während doch für den Nachmittag Sonne gemeldet ist. Sooo doll ist die Wurst dann auch wieder nicht.

Der Parkplatz war bereits sehr voll, so dass Lars und Lisa nur noch mit Mühe einen Parkplatz finden. Nach einigen Diskussionen, wo geparkt wird, ist Lisa genervt von Lars Parkversuchen und parkt lieber selbst ein. Auch das heitert die Stimmung nicht gerade auf (Beim Einparken leben Lars und Lisa das klassische Rollenmodell, nur umgekehrt: Wenn es kritisch wird, ist Lisa generv und parkt lieber selbst ein).

Lisa ist zudem übel; das frühe Aufstehen ohne ausreichend Zeit, sich zu akklimatisieren, bekommt ihr nicht. Macht sie deshalb auch sonst nicht.So langsam fragt sich Lisa auch, warum das ausgerechnet heute eine gute Idee sein soll.

Auf der Strecke, die höchstens 3 von 10 „Erlebnispunkten“ bekommt, ist es dann auch entsprechend voll. Laute Läufergruppen überholen Lars und Lisa auf Schritt und Tritt. Lisa ist inzwischen an der Grenze ihrer Sonntag-morgen-Belastbarkeit angekommen und hält sich jedes Mal, wenn sich eine Läufergruppe von hinten nähert, die Ohren zu. Die lauten Stimmen der Männer und die schrillen Stimmen der Frauen sind am Waldhang, en es bald hochgeht, gut zu hören, auch wenn sie weit über oder unter uns sind.

Lisa fragt sich, wozu das alles gut sein soll. Für den Barkley? Aber ist das hier noch ein Barkley? Oder einfach nur eine unangenehme Situation? Im normalen Nicht-barkley-Leben hätte es heute Morgen mindestens 2 Go/NoGo Punkte gegeben (zu Hause / der Parkplatz), bei denen Lisa ein NoGo gegeben hätte. Heute hat sie diese Punkte ignoriert, weil es eben ein Barkley ist. („If you canˋt run, walk. If you canˋt walk, walk anyway.“)

Und da, mitten im Wald, beschließt Lisa, den diesjährigen Winterbarkley zu ändern.

  • Es werden weiterhin die (mindestens) 70 km gelaufen.
  • Gelaufen wird auf schönen / neuen / vielversprechenden Strecken, nicht auf dieser Waldautobahn, gegen die die A 66 einen Schönheitspreis gewinnt. Das Entdecken neuer Strecken wird Teil des Barkleys.
  • Die aktuelle Wettervorhersage wird mit eingeplant. Wenn nachmittags Sonne gemeldet ist und vormittags Regen und wenn Lisa gerade nach Sonne ist, wird nachmittags gelaufen.
  • Ziel des Laufs ist es, Spaß zu haben, in der Natur zu sein und sich wohlzufühlen. Keine Frühschoppenstimmung am Sonntag Morgen. Sollte es irgendwo zu laut / voll sein, kann man wieder gehen.
  • Nach Abschluss der 70 km kann sich Lisa eine eigene Mütze machen, mit „Lars und Lisa“ Logo.

Nach diesem Beschluss geht es Lisa etwas besser. Da es immer noch laut und voll ist und die restlichen Läufer eine Geräuschkulisse wie beim Frühschoppen (die Herren) und wie beim H&M in der Umkleide (die Damen) bieten, entschließen sich Lars und Lisa an der Teestation, zurückzukehren und nur 10 km zu laufen.

Auf dem Rückweg haben sie dann die angenehmste Begegnung des Tages: Eine Schafherde. Auf einer großen Wiese direkt vor dem Bahaii Tempel treffen Lars und Lisa eine besonders wollige Schafherde. Ein Schäfer, ein paar Ziegen und ein Schaf mit großen geschwungenen Hörnern sind auch dabei.

Leider nähert sich von hinten auch schon wieder die Laufgruppe „Frühschoppen“, so dass Lars und Lisa auf nähere Bekanntschaft mit den Schafen verzichten (den mit Hörnern hätten sie auch nicht gerne näher kennen gelernt) und zurück ins Ziel traben. Dort angekommen müssen sie feststellen, dass die Luft im Sportlerheim gar keinen Sauerstoff mehr enthält, ungefähr wie eine Kneipe an Fasching um 3 Uhr morgens. Tapfer erkämpft Lars sich 2 Erbsensuppen, die beide dann vor der Tür essen.

Fazit: Schade, eigentlich ist das mit dem Winterlauf  eine gute Idee. Haben andere wohl auch gedacht… Dann gibt es in Zukunft eben individuelle Läufe!

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: